Lesung mit Hélène Laurain

Am 14. März 2025 las die fünfte Stadtschreiberin Ascherslebens im Theatersaal der Kreativwerkstatt, die französische Autorin Hélène Laurain, aus ihren Texten. 

Deutschland hat mit neun Staaten in Europa die meisten Nachbarländer. Wie blicken Autorinnen und Autoren aus diesen Ländern auf eine Kleinstadt in Sachsen-Anhalt? Eine Antwort darauf will das europazentrierte Projekt „9 Points Of View – Schreiben auf Sicht“ der Kreativwerkstatt der Stadt Aschersleben geben. Neun Autorinnen und Autoren aus jeweils einem Nachbarland teilen sich das Stadtschreiberamt. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts bieten sie literarische Schreibwerkstätten mit 500 Schülerinnen und Schülern an und nehmen an Begegnungen und am Austausch mit bildenden Künstlern aus dem mitteldeutschen Raum teil.  

Die französische Sicht hat Hélène Laurain eingebracht. Sie stammt aus Metz und lebt weiterhin im Osten Frankreichs. Ihr erstes Buch „Bis alles brennt“ erschien im Oktober 2024 auf Deutsch und handelt vom Aktivismus im Kampf gegen den Klimawandel jener Generation, die Ende 1980 geboren ist. Ein zweites Buch "Tambora" - eine Autofiktion - wird in diesem Jahr in Frankreich erscheinen. Bei der wiederum gut besuchten Lesung im Theatersaal der Kreativwerkstatt hat sie einen Einblick in ihre Bücher gewährt und in jene Texte, die während ihres Aufenthalts als Stadtschreiberin in Aschersleben entstanden sind.

Hélène Laurain hat die Stadt Aschersleben auf ihre Weise erkundet, ist gern im "Kreis" den Promenadenring abgelaufen, hat sich von der Vielschichtigkeit des kulturellen Angebotes in dieser kleinen Stadt inspirieren lassen, hat verschiedenste Interviews geführt und ist trotz ihrer zurückhaltenden Art warm geworden mit den freundlichen Menschen dieser Stadt.

Die Lesung mit Hélène Laurain war ein weiterer gelungener Baustein im Projekt "Nine Points of View".

14.03.2025